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Meine Schwangerschaftsübelkeit Teil 1

geschrieben von Sabrina (Wer war das nochmal? Hier klicken )



Es ist zwar schon ewig her, aber ich wollte trotzdem über meine permanente Übelkeit während meiner Schwangerschaft schreiben. Als ich schwanger war, fand ich es irgendwie hilfreich, wenn ich auf Blogs lesen konnte, das ich nicht allein mit diesem Problem war.


Als ich schwanger wurde, war für mich das Thema Schwangerschaft noch weit entfernt. Ich kannte mich in diesem Gebiet überhaupt nicht aus.
Ich kannte nur die typischen „Wehwehchen“ einer Schwangeren, von den Gelüsten habe ich mal gehört und das die Geburt schmerzhaft sein soll auch.
Ich dachte mir aber damals, wenn ich mal schwanger werden würde, dann lass ich mich sicherlich nicht so gehen und gehe wie gewohnt gepflegt aus dem Haus und ich besorge mir natürlich die schönste Umstandsmode die es zu der Zeit geben wird. Außerdem habe ich mir vorgenommen, genauso viel oder sogar mehr zu unternehmen, da man ja wenn das Baby erstmal da ist, nicht mehr so oft dazu kommt. Und ganz wichtig und klar war mir, dass ich während der Schwangerschaft auf jeden Fall Sport treiben werde, um wirklich nur wenige Kilos ( am Besten nur das Gewicht meines Babys und Fruchtwasser :-D) zuzunehmen.
Zusammenfassend kann ich also sagen, in meinen Vorstellungen, war die Schwangerschaft eigentlich eine ganz schöne Zeit, die ich genießen wollte.


Aber wie es manchmal, oder besser gesagt, wie es meistens so ist, kommt es anders als man denkt.


Nachdem ich also die zwei Streifen auf meinem Test gesehen habe, wurde mir von Tag zu Tag schlechter und ich konnte nur noch im Bett liegen und habe mich regelmäßig übergeben. Es war furchtbar. Ich konnte kaum essen und trinken, meinen Mann mochte ich auch nicht mehr riechen und plötzlich habe ich so einen heftigen Speichelfluss bekommen, der mich komplett zum verzweifeln brachte. Ich habe nicht verstanden was mit mir geschah und warum.“Hyperemesis Gravidarum“ nannten die Ärzte dieses Übel. Ich hatte es schon mal gehört. Die wunderbare Herzogin Kate hatte damals auch damit kämpfen müssen. Damals war es für mich aber nicht der Rede wert.


Nun hatte es mich im ganz großen Stil erwischt. Viereinhalb Monate litt ich von einem Tag in den anderen, lag im Krankenhaus um mich künstlich ernähren zu lassen und habe täglich mehrmals gebrochen, oft auch mehrmals hintereinander. Und jedesmal habe ich danach bitterlich geweint. Selbstmitleid und Verzweiflung waren meine einzigen Gefühle. Ich wollte diese schwere Form der Übelkeit nicht akzeptieren. Ich fand es absurd, diese Übelkeit über mich ergehen zu lassen, bis sie von selbst verschwindet. Ich fand es unfair und unlogisch, das ich in den ersten SSW wo das Baby sich kaum bemerkbar macht und es eigentlich auch erst nur ein Embryo ist, ich mich so schlecht fühlen muss.


Von meinen Wunschvorstellungen einer Schwangerschaft war absolut keine Spur. Ich lag wirklich von morgens bis abends im Pyjama im Bett und vom Sommer habe ich nur die Hitze mitbekommen. Damals hatte ich mir ein Schwangerschaftstagebuch gekauft und wenn es mir meine Übelkeit erlaubte, habe ich rein geschrieben wie ich mich fühlte und was in mir vorging. Ein am Ende ziemlich negatives Büchlein muss ich sagen.


So lag ich also Monate dauerhaft im Bett, einen Monat sogar bei meinen Eltern, damit sich jemand um mich kümmern konnte, während mein Mann bei der Arbeit war.
Jemand musste mir das Essen machen, mir regelmäßig den Eimer vor dem Bett leeren, mich waschen, mir die Haare kämmen und so weiter. Die ersten Monate lag ich auch nur einfach im Bett und habe gewartet bis der Tag herum war, da mir fern schauen oder mit dem Handy spielen oder sonst irgendwas einfach nicht möglich war.


Wir haben zwar immer wieder mal bei Google geschaut was man gegen Schwangerschaftsübelkeit machen kann, doch haben nie etwas was über Ingwer Tee hinaus geht gefunden. Meine damalige Ärztin konnte oder wollte mir auch nichts besseres als Ingwer Tee empfehlen. Die Tipps die ich im Krankenhaus bekommen habe, waren auch für die Tonne. „ Da müssen wir alle mal durch“ oder „ Da gib es nix gegen, du musst abwarten“. Also ging ich auf meinen eigenen Wunsch frustriert nach Hause und hoffte vergeblich auf Besserung.
Dann irgendwann in der 12.Woche kam uns die glorreiche Idee, eine Hebamme zu kontaktieren ( das hätten wir SOFORT machen sollen) und sie war die Erste die mir sogar mehrere Vorschläge machen konnte, um meine Übelkeit wenigstens zu lindern.


Ab da ging es mir zwar immer noch sehr schlecht, aber ich hatte wieder Hoffnung, dass ich dieses Hyperemesis Gravidarum in den Griff bekommen kann.
HOLT EUCH WIRKLICH SOFORT EINE HEBAMME :), denn die sind einfach wortwörtlich Gold wert.
Ich hatte mich damals erst in der 12.Woche um eine Hebamme gekümmert und ich hatte echt Glück das meine Hebamme mich noch betreuen konnte.

Was wir dann alles ausprobiert haben, um die Übelkeit zu bekämpfen und was mir geholfen hat, erzähle ich Euch in meinem nächsten Beitrag am Sonntag. 

:-)

Liebste Grüße
eure Sabrina

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